Flug mit Trauerflor für Ludwig Räth


Motorsegler des Flugsportvereins Grabfeld aus Saal und vom Aero Club Bad Königshofen nahmen Abschied von ihrem Fliegerkameraden Ludwig Räth. Dreimal flogen sie über den Bad Königshöfer Friedhof, als dort der verstorbene Ludwig Räth zu Grabe getragen wurde. Beide Flugzeuge hatten an den Tragflächen Trauerflor. Kaplan Stefan Betz sagte bei der Trauerfeier, dass beim Tod eines Menschen viele Erinnerungen wach werden. So auch seine Leidenschaft für die Fliegerei.

Viel Zeit und Engagement habe er beim Flugsportverein und beim Aero-Klub investiert. Der Geistliche verwies auf das Evangelium, in dem vom Schatz im Acker die Rede ist. Für Räth sei dies die Fliegerei gewesen. „Das war sein Schatz, den er gefunden hat und für den er alles gegeben hat. Sein Engagement habe ihm gezeigt, was es heißt, sich für etwas einzusetzen. „Das sind Spuren. die bleiben und sein Engagement auf der Erde wird nun zur Erfüllung im Reich Gottes.“ Kurz skizzierte der Kaplan den Lebenslauf des Verstorbenen, der 1934 in Sulzfeld geboren wurde. In der elterlichen Landwirtschaft war er eingebunden und heiratete 1959. Ludwig Räth war das zweitältestes Kind von acht Geschwistern. Vier Söhne und eine Tochter hinterlässt Ludwig Räth neben seiner Ehefrau Theresia.

Räth war auch sportlich aktiv, so beim ASV Sulzfeld, dann in der Altherrenmannschaft des TSV Bad Königshofen. In den 1970er Jahren war er Mitbegründer des Flugsportverein Grabfeld in Saal. 1975 hob er den Aero Klub Bad Königshofen aus der Taufe. Hier lag ihm der Aufbau des Flugbetriebs mit dem Flugplatz „Himmelreich“ bei Merkershausen am Herzen. Die Gartenarbeit war ein weiteres Hobby, ebenso eine Kirschbaumplantage in Sulzfeld. Seine Kinder hat er in seine Freizeitaktivitäten immer einbezogen. Der Kaplan berichtete von der Ponyhaltung und vom Seifenkistenbau. Natürlich weckte er auch das Interesse am Segelflug. An das Engagement Ludwig Räths erinnerte auch der Zweite Vorsitzende des Aero Klubs Bad Königshofen, Rene Bamberger. Er sprach die Verdienste des Verstorbenen um die Fliegerei, vor allem den Bau des Flugplatz „Himmelreich“ an. Hier habe sich Ludwig Räth, vor allem auch in seiner Zeit als Vorsitzender des Vereins mit ganzer Kraft eingesetzt, ebenso beim Aufbau des jungen Vereins und der Unterkünfte. Mit Ludwig Räth verliere man ein engagiertes Gründungsmitglied.

 

Hanns Friedrich Mainpost